top of page
Suche
  • freudholdriesenhar

Denkt eine Frau bei der Selbstbefriedigung an den sexiest man alive?

Blog 32


In neuerer Zeit gibt es sogar einen speziellen Wettbewerb zum sogenannten ,sexiest man alive'.

Was soll das sein? Sexiest Man Alive ist eine internationale, jährlich vom amerikanischen People Magazine verliehene Trophäe. In einer Ausgabe Ende des Jahres teilt das Magazin mit, wen die Redaktion für den heurigen ,Mann mit dem größten Sexappeal' hält. Gehen wir mal davon aus, dass auch Frauen mit Geschmack in der Redaktion sitzen!

Gekürt wird der bestaussehende männliche Prominente. Bislang konnten nur Brad Pitt, George Clooney und Johnny Depp den Titel mehr als einmal einheimsen. Richard Gere triumphierte zusammen mit Cindy Crawford als Teil des ,Sexiest Couple', und einmal als ,Sexiest Man'. Bis 2012 reüssierten – mit Ausnahme von John F. Kennedy Jr., 1988 – nur Schauspieler, seither auch Kandidaten anderer Disziplinen. Ihr könnt euch sicher gut vorstellen, dass die prämierten Schönlinge den Weibern am besten gefallen, denn meist sind es solche, die auch uns Männern, vielleicht aufgrund unserer weiblichen Hormone, am besten gefallen!

Die masturbierenden Frauen stellen sich dann sicherlich vor, wie es wäre, wenn sie vom sexiest man alive – Brad Pitt, George Clooney, Richard Gere, Johnny Depp... – oder deren gleichwertigen Artgenossen begattet würden. So gesehen wird klar, wozu der sexiest man alive in den Medien vor allem taugt: Er ist eine wunderbare Ikone weiblicher Selbstbefriedigung, eine ganz vorzügliche Masturbationsmarionette, die ihnen beim Klitorisgediddeldididdel (Charlotte Roche) vorschwebt. So leben die Weiber mit Brad Pitt, George Clooney, Johnny Depp, Richard Gere etc. vorm geistigen Auge ihre gewagtesten erotischen Phantasien aus. Sie stellen sich vor, wie sie dann, mit oder ohne zärtliches Vorspiel, von dem – vermutlich meist opulent und großzügig ausgestatteten – Genital dieses Kerls penetriert, richtig durchgerammelt und, sollten sie ein Kind wollen, möglichst auch gleich mit geschwängert werden! Die Klitoris, die dabei allerdings außen vor bliebe, haben sie ja selbst in der Hand.

Dabei führen, laut Wikipedia wie gesagt, nur relativ wenige Frauen „beim Masturbieren ihre Finger oder Gegenstände wie Dildos in die Vagina ein, die Angaben dazu liegen in verschiedenen Studien bei unter 20 Prozent... Eine schwedische Studie 2006 besagt, dass 69 Prozent der schwedischen Frauen sich bevorzugt klitoral befriedigen, 28 Prozent bevorzugen eine Kombination aus klitoraler und vaginaler Masturbation und weniger als drei Prozent ausschließlich vaginale Masturbation.“

Also einmal mehr die Vagina als das schwarze Schaf des weiblichen Sexus! Kommen aber auch die 28 Prozent bei der kombinierten klitoral-vaginalen Onanie im Wesentlichen klitoral zum Orgasmus, – sind es bereits 97 Prozent! Als rein vaginale Orgasmen bleiben dann weniger als 3 Prozent – was fast schon im Bereich statistischen Rauschens liegt. (Wie in dem Witz: „Seit Jens sein ganzes Geld verloren hat, will die Hälfte seiner Freunde nichts mehr mit ihm zu tun haben.“ „Und was ist mit der anderen Hälfte?“ „Die weiß es noch nicht!“) Können wir da nicht ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass mehr oder weniger alle Frauen klitoral orgasmieren?

Könnte es sein, dass die Frauen bei der klitoralen Onanie die Bewegung des Vibrators, Dildos oder eines x-beliebigen Toys nur der Vollständigkeit halber um einer Miteinbeziehung der Vagina willen mit hernehmen, wo sie ja schließlich der Vorstellung nach besamt werden? Dient ihnen das schlüpfrige Objekt in der Pussy lediglich als handfester Schrittmacher der Phantasie? Halten wir aber fest, dass auch hier der sexiest man alive – oder sein bestes Teil – paradoxerweise immer nur als Dummy und Lückenbüßer für die klitorale Befriedigung dient!

Sexuell erregt also wird eine Frau, die von einem Mann angetan ist, via die erotische Phantasie ehestens am Kitzler, wo die meisten Nervenendigungen des libidinösen Systems liegen. Dort ist es dann auch, wo sie sich – wie Sissy diesen seltsam verträumten, alsdann brechenden Blick in den Augen – vorzüglich selbst befriedigt. So weit, so gut! Begatten lassen muss sie sich am Ende von dem Kerl aber doch in der Vagina, wobei sie aller Augenscheinlichkeit nach aber kaum orgasmiert.

Ergibt sich daraus nicht logisch, dass eine Frau sexuell nicht einmal von dem geliebten Mann befriedigt werden kann? Dass sie immer woanders, als erregt, befriedigt wird?

Und doch werden die Frauen, ist der Teufel einmal in ihnen geweckt, bekanntlich in der Scheide feucht. Sie werden also anderswo feucht, als wo sie am Ende befriedigt werden? Wie passt das zusammen? Wie reimt sich das? Da verstehe noch einer die Frauen!

1 Ansicht0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Bemerkung des Bloggers in eigener Sache

Blog 142 Der Blog ,Sex, Wahrheit, Internet – Blog zum Onlinesex' ist teils ein thematisch konzentrierter Auszug aus meiner – wesentlich fiktiven – ennealogischen Heinrich-Heine-Biografie auf Kindle. D

Gibt es einen Fundamentalismus des Geschlechtslebens?

Blog 141 Eben dieser Wahrheit stellt sich ungeschönt und ohne ein Blatt vor dem Mund Charlotte Roche, wenn sie ihre Protagonistin Elizabeth – „einzig beim Sex könne sie loslassen“ – die Libido, gerade

Ein fundamentalistischer Roman des 21. Jahrhunderts?

Blog 140 Steinfelds Kritik ist aber ziemlich anfechtbar. Er übergeht oder übersieht, ,Schoßgebete' ist ein typischer Roman der Liebe in den Zeiten des Internets, des Pornozeitalters und des Onlinesex,

Comments

Rated 0 out of 5 stars.
No ratings yet

Add a rating
bottom of page